Workshop-Methoden zum Thema „Medien und Schönheitsideale“

Gerade sitze ich an der Vorbereitung eines Workshops für Pädagogik-Studierende zum Thema „Schönheitsideale in den Medien“. Bei meiner Recherche zu neuen Methoden bin ich auf folgende Ergebnisse gestoßen, die ich gerne hier mit anderen (Medien)pädagogInnen und Interessierten besprechen und ergänzen möchte.

Broschüre Lets talk about PornoDer Klassiker: Lets talk about Porno! von Klicksafe beinhaltet nicht nur Arbeitsmaterialien und Informationen zu Pornografie, sondern auch zum Thema „Schönheit“. Neben Arbeitsblättern und Methodenempfehlungen können hier die ansprechenden Comics heruntergeladen und beispielsweise als Bildkarten verwendet werden.

Uns geht's ums Ganze LogoEine sehr schöne, aktive und produktive Methode findet sich bei „Uns geht’s ums Ganze“. Hier werden die Teilnehmerinnen angeregt, eine Collage anhand Zeitschriftenausschnitten zu gestalten, in denen sie das Thema „Schönheit“ aufgreifen. Die genaue Vorgehensweise ist hier nachzulesen. Meiner Meinung nach können je nach Gruppensetting auch geschlechterheterogene Gruppen jene Methode durchführen. Als Medienpädagogin würde ich hier eventuell digitale Methoden einfließen lassen. Beispielsweise können die Teilnehmenden im Internet nach entsprechendem Bild- oder Videomaterial suchen und dieses beispielsweise in Pinterest sammeln oder über Tablet-Apps eine Collage erstellen.

tv.profiler GNTMEin spezieller Ansatz ist, Fernsehinhalte genauer zu beleuchten, die das Thema Schönheit zum Thema haben und ein bestimmtes Bild von körperlicher Ästhetik konstruieren. Als Klassiker unter jenen Formaten gilt sicherlich die Castingshow „Germanys Next Top Model“. Hier geht es jedoch weniger um das Schönheitsbild an sich, sondern viel mehr um Attribute wie Angepasstheit, Gehorsam, Ehrgeiz etc. Es kann für Jugendliche hilfreich sein, jene Machart der Sendung aufzudecken und beispielsweise über filmsprachliche Mittel zu erschließen. Einen Vorschlag für die Gestaltung einer Unterrichtseinheit liefert der tv.profiler, der hier ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden kann.

Dove BodyTalkAls kommerzieller Anbieter liefert besonders Dove immer wieder Impulse und Materialien für die Arbeit mit Jugendlichen zum Thema „Schönheit und Medien“. Dabei ist das Unternehmen selbstverständlich nicht kritikfrei. Wenngleich wir uns fragen sollten, warum ein Unternehmen, das vom Schönheitsempfinden der Menschen profitiert, daraus positive PR gewinnt, sind die Materialien gut und pädaogisch fundiert. Besonders die Broschüre „BodyTalk“ erscheint mir auf den ersten Blick sehr inspirierend.

Neben diversen Methoden eignen sich selbstverständlich auch Videos für den Einsatz in Workshops oder Schulungen. Auf meinem Youtube Kanal gibt es seit einiger Zeit die Playlist „Schön! Schön? – in den Medien“, auf der ich Videos zum Thema sammle.

Ich freue mich sehr über Austausch zu diesem Thema und lade alle Leserinnen und Leser ein, hier zum Thema zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und weitere Methoden zu sammeln.

4 Kommentare zu “Workshop-Methoden zum Thema „Medien und Schönheitsideale“

  1. Pingback: Die Dr. Sommer Studie 2016 im medienpädagogischen Kontext | die medientdecker | Medienpädagogik von und mit Katrin Schlör

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