Jahresrückblick 2015

2015 war ein spannendes Jahr für mich – sowohl beruflich, als auch privat. Viele interessante medienpädagogische Veranstaltungen, neue Auftraggeber und Projekte, die Fertigstellung und Abgabe meiner Doktorarbeit und nicht zuletzt die Geburt meiner kleinen Tochter.

Bildbearbeitung bildhaft erklärt (Foto: Annette Kosakowski)

Foto: Annette Kosakowski

Insbesondere das Fotoprojekt „(Vor-)bildlich: Jung! Alleine! Heimatlos?! Willkommen?“ bereicherte meinen Erfahrungsschatz. Eine Gruppe Jugendlicher, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlingen nach Stuttgart kamen, fotografierten ihren Alltag. Ich durfte die Jungs bei dieser Aufgabe mit Workshops begleiten. Die anschließenden Ausstellungen bei der Jahrestagung der Aktion Jugendschutz und im Jugendhaus Mitte begeisterten zu Recht die Öffentlichkeit und sensibilisierten für die Belange von jungen Flüchtlingen lange bevor die jüngsten Debatten das Thema emotionalisierten. Die Bedeutung des Projekts spiegelt sich in der umfangreichen Presseberichterstattung wieder. Insbesondere folgende Beiträge geben spannende Einblicke in den Entstehungsprozess der Bilder und in die Ergebnisse:

Kontext Wochenzeitung vom 13.05.2015: “Fremde Perspektiven” von Johannes Pimpl. Online hier verfügbar.
SWR1 Sonntagmorgen vom 29.03.15 ab Minute 8:38 – ca.12:30. Online hier verfügbar.

Screenshot des seminarbegleitenden Blogs zum Thema "visuelle Methoden"

Screenshot des seminarbegleitenden Blogs zum Thema „visuelle Methoden“

Seit fast drei Jahren arbeite ich an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg als Lehrbeauftragte. Im Sommersemster 2015 bot ich zum zweiten mal das Seminar „Visuelle Kommunikation in Alltag, Forschung und pädagogischer Praxis“ an. Aufgrund der Gruppegröße musste ich mein Konzept etwas umstellen und integrierte zwei neue Aufgaben in den Seminarplan. Zum einen arbeiteten die Studierenden an einem Blog, in dem sie die im Seminar verwendeten visuellen Methoden für Interessierte aufbereiteten. Zum anderen konzipierten und gestalteten sie eine QR-Safari an der Hochschule um deren Arbeits- und Lebenswelt praktisch erschließen zu können.

Neben diesen langfristigen Aufgaben war ich weiterhin an diversen Projekte wie bspw. der Medienpädagogischen Fortbildung für die sozialpädagogische Familienhilfe der Aktion Jugendschutz oder dem Programm 101 Schulen des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg beteiligt. Hier blieb mir insbesondere eine Veranstaltung sehr positiv  im Gedächtnis. Im Sommer führte ich an der Fröbelschule in Ludwigsburg, einer Schule für Kinder mit Sprachbehinderungen, einen Fotoworkshop durch, der von der Redaktion der Initiative Kindermedienland begleitet wurde. Den schönen Artikel kann man hier nachlesen: https://101schulen.kindermedienland-bw.de/de/startseite/veranstaltungen/fotoworkshop/

Neben der Praxis stand im Jahr 2015 besonders die Fertigstellung meiner Dissertation im Zentrum meiner Arbeit. Unter dem Titel „Medienkulturen in Familien in belasteten Lebenslagen“ reichte ich sie im Herbst ein. Das Prüfungsverfahren wird sich noch bis in den Sommer ziehen. Es bleibt folglich spannend. Die Abgabe meiner Doktorarbeit bedeutet mir insbesondere daher viel, da ich sie in den ersten Wochen nach der Geburt meiner Tochter fertig stellte. Es war  ein sehr anstrengender Sommer / Herbst 2015, aber auch ein emotional sehr intensiver und glücklicher.

#workingmom #promotion #dissertation #almostfinished

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Ich danke allen, die das Jahr 2015 für mich zu einem sehr besonderen gemacht haben. 2016 stehen viele neue Erfahrungen an, viele Veränderungen, aber auch Konstanten. Beispielsweise werden wir die Medienakademie Baden-Württemberg endlich offiziell gründen können und eine Vielzahl interessanter Projekte verwirklichen. Es wird nie langweilig. Das macht für mich das Arbeiten und Leben aus. Auf ein spannendes Jahr 2016!

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