Broschüre „einDeutig PH!“ erschienen

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Mein Seminar „Visuelle Kommunikation in Alltag, Forschung und pädagogischer Praxis“ an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, das für Studierende in den Bachelorstudiengängen Kultur- und Medienbildung sowie Bildungswissenschaft angeboten wird, beinhaltet ein Abschlussprojekt, bei dem die Studierenden die Seminarinhalte in ein Bildungsangebot für PH-Angehörige übertragen und dieses durchführen. In diesem Rahmen entstanden bereits eine QR-Code-Safari und ein Blog, in dem visuelle Methoden vorgestellt werden.

Im Sommersemester 2016 gestalteten die Studierenden eine Broschüre mit dem Titel „einDeutig PH“. Diese soll Menschen mit keinen oder wenigen Deutschkenntnissen über Bildsprache die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg näherbringen. Gleichzeitig soll sie mittels visueller Impulse die Kommunikation über den Alltag an der Hochschule und deren Umfeld erleichtern. Themen, die in der Broschüre angesprochen werden, sind bspw. der Studienalltag (z.B. Bib, Mensa, Notfall), die Freizeitgestaltung (z.B: Kultur an der PH) sowie die Infrastruktur (z.B. ÖPNV, Briefkästen) an der PH. Begleitend erarbeiteten die Studierenden ein Online-Angebot.

Wir freuen uns über den Einsatz der Broschüre im Hochschule-Alltag und hoffen, dass sie vielen neu ankommenden Studierenden den Start an der Hochschule erleichtert.

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk…

…liegt unter meinem Christbaum. Kurz vor Weihnachten wurde mir meine Promotionsurkunde verliehen.


Damit endet ein spannender, aber auch anstrengender Lebensabschnitt. Mehrere Jahre lang habe ich Familien in belasteten Lebenslagen besucht und mich mit der Bedeutung von Medien für deren Lebens- und Alltagsbewältigung beschäftigt. Zentral war dabei die Erkenntnis, dass Familien Medienpraktiken häufig zur Herstellung und Bestärkung des Familiensystems einsetzen, sei es in Form von Fernseh-Familienzeit während einer Samstagabend-Show, im WhatsApp-Familienchat oder als Skype-Session mit Verwandten. Dieses Doing Family, wie es die Familiensoziologie nennt, ist gleichzeitig ein wichtiger Anlass für intergenerationelle Medienbildung. Familienmitglieder lernen voneinander, bspw. wenn die Kinder der Oma einen Skype-Account anlegen und erklären. Sie lernen etwas übereinander, wenn die Eltern ihren Kindern erzählen, was sie früher im Fernsehen gerne angeschaut haben. Familienmitglieder lernen miteinander, wenn sie gemeinschaftlich Computerspiele testen oder sich über die Wertigkeit von Privatsphäre austauschen. Und Familien lernen aneinander, wie sie Medien in ihren Alltag integrieren und welchen Stellenwert sie ihnen zuschreiben.

In den Jahren habe auch ich viel über mich selbst gelernt. Dafür danke ich besonders den Familien, die mir die Offenheit und das Vertrauen schenkten, Einblicke in ihre Lebens- und Medienwelt zu geben.

Das Buch erschien im Dezember 2016 beim kopaed-Verlag in München unter folgender Referenz:
Schlör, Katrin (2016): Medienkulturen in Familien in belasteten Lebenslagen. Eine Langzeitstudie zu medienbezogenem Doing Family als Bewältigungsressource. München: kopaed.